Schulgeschichte

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Die Idee

Der Landkreis Miesbach ist ein Flächenlandkreis und definiert sich im südlichen Teil durch seine Täler: Das Leitzachtal, das Schlierseer Tal und das Tegernseer Tal. Realschülerinnen und Realschüler aus dem Tegernseer Tal mussten täglich weite Weite zurücklegen, um eine der beiden Landkreis-Realschulen in Miesbach oder Holzkirchen zu besuchen. Deshalb gab es in der Politik schon lange die Idee, im Tegernseer Tal eine weitere Realschule zu errichten. Man traute einer Schule in dieser Lage aber keine stabile Dreizügigkeit zu, weswegen entsprechende Anträge im Ministerium bisher nicht erfolgversprechend waren. Durch die Einführung sog. "Kooperationsmodelle" nach der Landtagswahl 2008 eröffnete sich plötzlich die Chance, auch zweizügige Realschulen genehmigt zu bekommen. Die Genehmigung für ein solches Modell im Tegernseer Tal kam aber so spät, dass alle Schülerinnen und Schüler bereits an den Realschulen in Miesbach und Holzkirchen sowie an der Mittelschule in Rottach-Egern angemeldet waren. Da die Bürgermeister des Tegernseer Tals hier eine möglicherweise einmalige historische Chance sahen, veröffentlichten sie einen "gemeinsamen Aufruf", mit dem sie die Eltern des Tals überzeugen wollten, ihre Kinder in die neu zu gründende Schule umzumelden (s. Pressebericht).

   


Schwieriger Start

Am 22. Juni 2009 eröffneten Vertreter des Ministeriums bei einer Informationsveranstaltung den rund 180 interessierten Anwesenden neue Informationen: Die zweizügige Realschule im Tegernseer Tal sollte zunächst als Zweigstelle der Realschule Holzkirchen in Betrieb gehen, für den Neubau sei die Wahl auf den Standort Gmund/Finsterwald gefallen. Bei dieser Infoveranstaltung in der Turnhalle in Bad Wiessee warben besonders Landrat Jakob Kreidl und der Ministerialbeauftragte Peter Peltzer bei den Eltern dafür, diese "historische Chance für eine Realschule im Tal zu nutzen" und ihre Kinder in die neue Realschule umzumelden.

   


Das Schuljahr 2009/2010: Beginn als Zweigstelle der Realschule Holzkirchen

Nach einigen Wochen des Bangens, ob die Schülerzahl nun reichen würde, um den Betrieb der neuen Realschule am Übergangsstandort Bad Wiessee aufzunehmen, schließlich die Erleichterung: Die Realschule Tegernseer Tal nahm - noch als Zweigstelle der Realschule Holzkirchen - mit 71 Schülerinnen und Schülern in zwei 5. und zwei 6. Klassen ihren Betrieb auf. Der Holzkirchner Schulleiter Heinrich Gall beauftragte den Lehrer Tobias Schreiner damit, die Geschicke der Zweigstelle zu leiten. Von Anfang an bot die Schule auch eine offene Ganztagsbetreuung an; auch die Kooperation mit den 5. Klassen der Hauptschule Rottach-Egern wurde im gemeinsamen Schulgebäude intensiv gelebt.

   


Stefan Ambrosi übernimmt die Schulleitung

Zeitgleich mit dem Schulbeginn nahmen auch die Planungen für den Neubau Fahrt auf. Nach intensiven Beratungen entschied der Kreistag schließlich, dass der Neubau der Realschule in Finsterwald in Form eines PPP-Modells ("Public-Private-Partnership") umgesetzt werden sollte. Aus Schulsicht war jedoch eine andere Entscheidung von noch größerer Bedeutung: Stefan Ambrosi, bis dahin Konrektor an der Realschule Neubiberg, übernahm zum Schuljahr 2010/11 die Leitung der Schule.

   

 
Das Schuljahr 2010/11: Start in die Selbständigkeit

17 Lehrkräfte unterrichten 178 Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 5-7. Am Übergangsstandort wurden mobile Klassenzimmer errichtet, die mit Beamer, Notebooks, schnellem Internetzugang und Dokumentenkameras medial sehr gut ausgestattet sind. Aus dem Kreis engagierter Eltern wird ein Förderverein gegründet; erste Vorsitzende ist Rosmarie Kohl, die das Amt 7 Jahre lang ausüben wird. Die Planungen für den Schulneubau in Gmund laufen auf Hochtouren, fünf Unternehmen haben Angebote für den Neubau eingereicht. 

   

Das Schuljahr 2011/12: Richtungsweisende Entscheidungen

21 Lehrkräfte unterrichten 270 Schülerinnen und Schülern in zehn Klassen der Jahrgangsstufen 5-8. Die Anlage der mobilen Klassenzimmer ("Container") erhält ein weiteres Stockwerk.

Während die Planungen für den Neubau in Gmund weiter Gestalt annehmen, setzt die Schulgemeinschaft mit der Beteiligung am Schulentwicklungsprojekt "AKZENT Elternarbeit" (--> Anlassunabhängige und Kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Elternhaus, unterstützt durch Neue Technologien) einen Schwerpunkt in der Schulentwicklung, der die Schule dauerhaft prägen wird.

Die Musiklehrerin Ingrid Bauriedel ruft einen Eltern-Lehrer-Chor ins Leben, in dem sich schon kurz nach der Gründung 35 Mamas, Papas und Lehrkräfte zur wöchentlichen Probe versammeln. Im Rahmen des Projekts "klasse.im.puls" beginnt eine der 5. Klassen ihren schulischen Werdegang als "Chorklasse"; die Chorklassen werden ein Erfolgsmodell, Generationen von Schülerinnen und Schülern profitieren von der verstärkten Förderung im musischen Bereich.

Im Mai wird der Vertrag mit der Fa. SKE Facility Management geschlossen, die den Neubau der Schule errichten und das Gebäude im Rahmen eines PPP-Modells ("Public Private Partnership") 25 Jahre lang betreiben soll.

Unterstützt durch Spenden des Rotary-Club Schliersee öffnet die Schülerbücherei ihre Türen.

Am Ende des Schuljahres erhält die "Staatliche Realschule Gmund a. Tegernsee" bei einem feierlichen Festakt auch offiziell den Namen ihrer Heimatregion: "Realschule Tegernseer Tal"; passend dazu findet am 25.07.2012 der Spatenstich für den Neubau in Gmund statt.

 

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Das Schuljahr 2012/13 - die Profilbildung schreitet voran

30 Lehrkräfte unterrichten 360 Schülerinnen und Schülern in 14 Klassen der Jahrgangsstufen 5-9. Der Unterricht findet weiterhin am Übergangsstandort in Bad Wiesse - vorwiegend in mobilen Klassenzimmern - statt. Tobias Schreiner, sozusagen der "Lehrer der ersten Stunde" der Realschule Tegernseer Tal, wird offiziell zum stellvertretenden Schulleiter ernannt.

Die Bauarbeiten für den Neubau in Gmund schreiten voran. Und gleichermaßen werden zahlreiche Projekte und Aktionen eingeführt, von denen fast alle dauerhaft ins Schulleben unserer Realschule Eingang finden: ein Seminar zur Verbesserung der Kommunikation und Kooperation in den 5. Klassen, eine Sportwoche für die 7. Klassen, eine Fahrt nach England für die 8. Klassen. Zwischen 15 verschiedenen Wahlfächern können die Kinder und Jugendlichen auswählen; auch dies ein Schwerpunkt, der Bestand haben wird. Die Chorklasse 6C begleitet einen Festakt zum Projekt "klasse.im.puls" im Kultusministerium. Tutorinnen und Tutoren erleichtern den neuen Schülerinnen und Schülern das Ankommen an der Schule.

Auch im sportlichen Bereich tut sich viel: Erfolgreich beteiligten sich u.a. Skiteams, Fußballmannschaften und Schachspieler an regionalen und überregionalen Wettbewerben.

Mit dem ersten Jahrgang in der 9. Klasse bekommt auch das Thema "Berufsorientierung" großes Gewicht: Experten geben Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung, die Arbeitsagentur berät jeden einzelnen Schüler; die NaturTalent Stiftung fördert unsere Schülerinnen und Schüler dabei, ihre individuellen Stärken zu entdecken; im einwöchigen Berufspraktikum schnuppern die Jugendlichen in verschiedene Berufsfelder hinein. Medienbildung wird wichtig: Alle Siebtklässler der Realschule erwerben erfolgreich den "Medienführerschein" der Stiftung Medienpädagogik Bayern; die Eltern werden durch Vorträge zur Medienerziehung in ihrer Aufgabe unterstützt.

Das Projekt "AKZENT Elternarbeit" wird erfolgreich abgeschlossen; Raiffeisenbank und Lionsclub spenden 10.000 Euro, um die Ziele des Projekts weiterverfolgen zu können.

 

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 Dieser Artikel befindet sich in der Entstehung und wird immer wieder ergänzt.    
     
     
     
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